EPX 6/26: Top 7‑Städte: Miet- und Angebots­preise regional divers – insgesamt stabile Immobi­li­en­preise im Juni

Published On: 7. Juli 2026|Categories: Daten|

Berlin, 06. Juli 2026 – Die Preise am deutschen Immobi­li­en­markt zeigen sich im Europace Hauspreis­index im Juni stabil – für Kaufin­ter­es­sierte ein positives Signal.

Der Gesamt­index bleibt im Juni nahezu unver­ändert und gibt minimal um 0,01 % auf 221,80 Punkte nach. Im Vergleich zum Vorjah­res­monat entspricht das dennoch einem Plus von 1,66 %.

Für Stabi­lität sorgt weiterhin der Neubau: Die Preise für neue Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser bleiben im Juni mit 0,00 % zum Vormonat unver­ändert. Der Index liegt bei 244,57 Punkten, im Jahres­ver­gleich ergibt sich ein Plus von 2,61 %.

Die Preise für Eigen­tums­woh­nungen bleiben ebenfalls nahezu konstant und sinken gering­fügig um 0,01 % auf 219,60 Punkte. Im Jahres­ver­gleich ergibt sich ein Plus von 0,83 %. Damit bleiben Wohnungen ein verläss­licher Stabi­li­täts­anker, auch wenn sich der Preis­auf­trieb weiter abschwächt.

Auch bei bestehenden Ein- und Zweifa­mi­li­en­häusern zeigt sich kaum Bewegung: Die Preise gehen im Juni leicht um 0,02 % auf 201,24 Punkte zurück. Im Jahres­ver­gleich steht dennoch ein Plus von 1,43 %. Der Markt präsen­tiert sich damit insgesamt stabil und bewegt sich seitwärts.

Der Gesamt­index bleibt im Juni nahezu unver­ändert.

„Der Immobi­li­en­markt zeigt sich im Juni bemer­kenswert stabil. Nach den leichten Preis­be­we­gungen der vergan­genen Monate sehen wir nun in nahezu allen Segmenten eine Seitwärts­ent­wicklung. Das schafft Orien­tierung und Planungs­si­cherheit für Kaufin­ter­es­sierte. Gerade vor dem Hinter­grund weiter steigender Mieten bleibt der Erwerb einer Bestands­im­mo­bilie oder Eigen­tums­wohnung für viele Haushalte eine wirtschaftlich attraktive Alter­native. Während sich die Kaufpreise kaum verändern, verteuern sich Mietwoh­nungen in vielen Städten weiterhin deutlich. Wer heute finan­ziell gut vorbe­reitet in den Markt geht, profi­tiert von einem stabilen Preis­niveau und langfris­tiger Kalku­la­ti­ons­si­cherheit.“

Stefan Münter

Co-CEO und Vorstand

Europace AG

Immobi­li­en­preise trotzen Zinsan­stieg und Unsicherheit – Erholung verliert an Tempo

Die Wohnim­mo­bi­li­en­preise senden zur Jahres­mitte 2026 ein zwiespäl­tiges Signal: Während die Quartals- und Jahres­werte weiter nach oben zeigen, geben die aktuellen Monats­zahlen erstmals wieder nach. Trotz erneut gestie­gener Zinsen im zweiten Quartal und der verstärkten geopo­li­ti­schen Unsicherheit bleiben die Preise damit weitgehend resilient – ein Rückschlag bleibt aus, der Aufschwung verliert aber spürbar an Fahrt. Das zeigt die aktuelle Markt­analyse der VALUE AG für den Monat Juni.

Die Angebots­daten der VALUE AG bestä­tigen im Monat Juni die Seitwärts­be­wegung, die sich in den Trans­ak­ti­ons­daten abzeichnet: Kaufpreise für Wohnungen wie Häuser gaben um jeweils rund ‑0,5 % nach, die Angebots­mieten legten nach mehreren Anstiegen eine Pause ein (−0,2 %). Bemer­kenswert ist der Verlauf im Quartal: Nach Zuwächsen im April und Mai drehten alle Segmente im Juni ins Minus.

Top 7‑Städte: Ein Blick auf die Preis­ent­wicklung im 2. Quartal 2026

Ein Blick auf das 2. Quartal 2026: Bundesweit bewegen sich Eigen­tums­woh­nungen (+0,2 %) und Ein-/Zwei­­fa­­mi­­li­en­häuser (-0,3 %) seitwärts; der Mietmarkt bleibt mit +0,6 % das stärkste Segment. Im Vorjah­res­ver­gleich hat sich die Dynamik merklich abgeflacht: Wohnungen +2,0 %, Häuser +2,2 %, Mieten +3,8 % – nach über vier Prozent noch zum Jahres­wechsel.

Der bundes­weite Trend wird dabei zunehmend von regio­nal­wirt­schaft­lichen Entwick­lungen überlagert:

„Angesichts steigender Zinsen und angespannter geopo­li­ti­scher und regio­nal­wirt­schaft­licher Lage ist die Wider­stands­fä­higkeit des Marktes das eigentlich Bemer­kens­werte – im Quartals- und Jahres­ver­gleich zeigen die Preise weiter nach oben“, erklärt Sebastian Hein, Director bei der VALUE AG. „Zugleich hat die Dynamik nachge­lassen, und der bundes­weite Durch­schnitt sagt immer weniger: Hamburg legt kräftig zu, während Stuttgart und München bei Häusern deutlich nachgeben. Spannend ist die Deutung der Monats­zahlen: Offen bleibt, ob der Rückgang im Juni ein saiso­nales Sommerloch ist – oder ob die Anstiege im April und Mai bereits eine Torschluss­panik waren. Erst die kommenden Monate zeigen, ob daraus ein Trend wird. Am angespann­testen bleibt derweil der Mietmarkt, der im Jahres­ver­gleich weiter am stärksten wächst.“

Über die VALUE Data Insights: Die exklu­siven Quartals­daten der VALUE AG bieten einen tiefen Einblick in die Angebots­ent­wicklung des deutschen Immobi­li­en­marktes. Die vollständige Analyse zum zweiten Quartal 2026 erscheint in Kürze unter www.value-marktdaten.de/aktuelles/

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