EPX 5/26: Stabile Immobi­li­en­preise im Mai, nur der Neubau wird teurer – und die Mieten steigen rasant

Published On: 9. Juni 2026|Categories: Daten|

Berlin, 09. Juni 2026 – Die Preise am deutschen Immobi­li­en­markt zeigen sich im Europace Hauspreis­index im Mai stabil – nur bei neuen Ein- und Zweifa­mi­li­en­häusern gibt es leichte Zuwächse, womit der Trend vom April sich fortsetzt.

Der Gesamt­index steigt im Mai nur minimal um 0,11 % auf 221,83 Punkte. Im Vergleich zum Vorjah­res­monat entspricht das einem Plus von 1,48 %.

Für Aufmerk­samkeit sorgt weiterhin der Neubau: Die Preise für neue Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser steigen im Mai um 0,33 % – der stärkste monat­liche Zuwachs aller Segmente. Der Index klettert auf 244,56 Punkte, im Jahres­ver­gleich ergibt sich ein Plus von 2,16 %.

Die Preise für Eigen­tums­woh­nungen legen im Mai nur wenig zu, um 0,15 % auf 219,63 Punkte. Im Jahres­ver­gleich ergibt sich ein Plus von 1,17 %. Damit bleiben Wohnungen ein verläss­licher Stabi­li­täts­anker, auch wenn die Dynamik etwas nachlässt.

Anders entwi­ckelt sich der Bestand: Die Preise für bestehende Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser steigen im Mai um gering­fügige 0,12 % auf 201,029 Punkte. Im Jahres­ver­gleich zeigt sich ein Plus von 1,01 %. Der Markt zeigt sich damit insgesamt stabil, aber zunehmend unein­heitlich.

Nur im Neubau zeigt der EPX im Mai ein Plus von 0,33 %

„Dass wir einen Preis­an­stieg im Neubau sehen, verwundert angesichts der globalen Lage und steigenden Bauleis­tungs­preisen kaum. Wichtig für Verbraucher: Die Inves­tition ins Eigenheim sollte bei weiterhin rasant steigenden Mieten ins Auge gefasst werden; wir sehen im Mai erneut Zuwächse um 0,52 % im Vergleich zum Vormonat April. Bestands­ob­jekte und Eigen­tums­woh­nungen sind attraktive Optionen, um den Geldbeutel langfristig zu schonen, insbe­sondere in Metro­pol­re­gionen. Hier sehen wir im ersten Quartal 2026 im Vorjah­res­ver­gleich besonders hohe Mietstei­ge­rungen für gebrauchte Wohnungen: In Hamburg waren es 7,5 % mehr, in Dresden 6,3 %, in Düsseldorf 6,2 %. Zwischen Rhein und Neckar stechen Wiesbaden mit 5,8 % und Mannheim mit um 5,6 % höheren Mieten als noch 2025 hervor.“

Stefan Münter

Co-CEO und Vorstand

Europace AG

Münter bezieht sich auf Daten aus den Value Data Insights: https://www.value-marktdaten.de/aktuelles/.

Angebots­daten zeigen stabilen Immobi­li­en­markt

Auch die Value AG legt die aktuellen Ergeb­nisse der Markt­be­ob­achtung für den Monat Mai vor. Die Auswertung der Angebots­preis­daten zeigt weiterhin einen stabilen Immobi­li­en­markt an. Ähnlich wie bei den Trans­ak­ti­ons­daten bewegen sich auch die Angebots­preise: Eigen­tums­woh­nungen laufen mit +0,06 % im Vergleich zum Vormonat seitwärts, während Eigen­heime mit +0,28 % ins Plus drehen. Abermals sticht der Mietmarkt mit dem kräftigsten Preis­wachstum hervor: Die Mieten stiegen auf Monats­sicht um +0,52 %.

Sebastian Hein, Director der Value AG inter­pre­tiert die Zahlen wie folgt: “Wir sehen erwar­tungs­gemäß eine anhal­tende Robustheit der Angebots­preise, die den gestie­genen Zinsen erfolg­reich trotzen und dem Markt Stabi­lität verleihen. Dass die Mieten parallel dazu wie erwartet weiter anziehen, verdeut­licht, wo der eigent­liche Wachstums- und Handlungs­druck in den kommenden Monaten liegt.”

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