EPX 4/26: Neubau-Comeback überrascht: Immobi­li­en­preise ziehen im April deutlich an

Published On: 12. Mai 2026|Categories: Daten|

Berlin, 12. Mai 2026 – Die Preise am deutschen Immobi­li­en­markt steigen wieder – und das ausge­rechnet dort, wo zuletzt Still­stand herrschte: im Neubau. Der Europace Hauspreis­index (EPX) zeigt im April 2026 eine spürbare Belebung, angeführt von neuen Ein- und Zweifa­mi­li­en­häusern.

Der Gesamt­index steigt im April um 0,42 % auf 221,58 Punkte. Im Vergleich zum Vorjah­res­monat entspricht das einem Plus von 1,91 %. Damit setzt sich der Aufwärts­trend fort, der sich im Vormonat erstmals abgezeichnet hatte.

Für Aufmerk­samkeit sorgt vor allem der Neubau: Die Preise für neue Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser steigen im April um 0,99 % – der stärkste monat­liche Zuwachs aller Segmente. Der Index klettert auf 243,75 Punkte, im Jahres­ver­gleich ergibt sich ein Plus von 2,40 %.

Die Preise für Eigen­tums­woh­nungen steigen im April um 0,32 % auf 219,96 Punkte. Im Jahres­ver­gleich ergibt sich ein Plus von 1,73 %. Damit bleiben Wohnungen ein verläss­licher Stabi­li­täts­anker, auch wenn die Dynamik etwas nachlässt.

Anders entwi­ckelt sich der Bestand: Die Preise für bestehende Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser geben im April leicht um ‑0,15 % auf 201,04 Punkte nach. Im Jahres­ver­gleich bleibt dennoch ein Plus von 1,52 %. Der Markt zeigt sich damit insgesamt stabil, aber zunehmend unein­heitlich.

Im April ziehen die Neubau­preise kräftig an

“Der Immobi­li­en­markt meldet sich mit einer deutlichen Dynamik im Neubau. Die Preis­ent­wicklung resul­tiert auch aus deutlich gestie­genen Bauleis­tungs­preisen (3,3% zum Vorjah­res­quartal) und ist ein Symptom der gegen­wär­tigen globalen Krisen. Zusätzlich sahen wir bereits im März einen deutlich erhöhten Nachfra­ge­druck als Reaktion auf den Zinsan­stieg.”

Stefan Münter

Co-CEO und Vorstand

Europace AG

Angebots­daten zeigen sich wider­stands­fähig

Die exklusive Analyse der Angebots­daten der VALUE AG zeigt für den April 2026 eine bemer­kens­werte Wider­stands­fä­higkeit der deutschen Immobi­li­en­märkte. Während die gesamt­wirt­schaft­lichen Rahmen­be­din­gungen weiterhin heraus­for­dernd bleiben, bestätigt der Markt seine Stabi­lität auf hohem Niveau.

Die gefor­derten Preise verzeichnen im April einen leichten Zuwachs: Bei Wohnungen fällt dieser mit einem Plus von 0,19 % minimal stärker aus als bei Ein- und Zweifa­mi­li­en­häusern (+0,14 %). Die aktuelle Entwicklung bei den Trans­ak­ti­ons­preisen (EPX) wird damit durch die stabilen Angebots­daten gestützt. Konstant wachsend zeigt sich weiterhin der Mietmarkt: Die gefor­derten Mieten zogen im April erneut an und liegen im Vergleich zum Vormonat mit 0,21 % im Plus.

„Trotz der heraus­for­dernden Rahmen­be­din­gungen sehen wir keine nennens­werten Preis­re­ak­tionen; der Markt zeigt sich gegenüber externen Impulsen zunehmend resilient“, kommen­tiert Sebastian Hein, Director bei der VALUE AG.

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