EPX 12/25: Immobi­li­en­preise fallen im Dezember – Neubau steigt weiter

Published On: 13. Januar 2026|Categories: Daten|

Berlin, 13. Januar 2026 – Der Europace Hauspreis­index (EPX) verzeichnet für den Dezember 2025 einen leichten Abfall der Immobi­li­en­preise in fast allen Segmenten: Mit einem Minus von 0,60 Prozent werden vor allem Eigen­tums­woh­nungen günstiger. Der Neubau verteuert sich weiter, wenn auch weniger rasant als noch im Vormonat November.

Mit einem Minus von 0,60 Prozent fallen die Preise für Eigen­tums­woh­nungen im Dezember 2025. Der Index fällt auf 217,37 Punkte. Im Vorjah­res­ver­gleich stiegen die Preise um 1,50 Prozent. So günstig wie jetzt waren Eigen­tums­woh­nungen zuletzt vor 7 Monaten, im Mai 2025.

Die Preise für neue Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser steigen im Dezember um 0,42 Prozent. Damit steigt der Hauspreis­index auf 243,27 Index­punkte. Im Vorjah­res­ver­gleich stiegen die Baupreise um 2,68 Prozent.

Im Segment der bestehenden Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser fallen die Preise leicht: Mit einem Minus von 0,22 Prozent sinkt der Index auf 201,48 Punkte. Innerhalb der letzten zwölf Monate erhöhten sich die Preise um 1,40 Prozent.

Der Gesamt­index zeigt sich mit einem Minus von 0,11 Prozent stabil und landet im Dezember 2025 bei 220,71 Punkten. Im Vorjah­res­ver­gleich wuchsen die Preise um 1,90 Prozent.

Europace EPX: Sinkende Preise für Eigen­tums­wohn­nungen

„Der Europace Hauspreis­index zeigt im Dezember erneut ein diffe­ren­ziertes Bild: Während die Preise für Eigen­tums­woh­nungen um 0,60 Prozent sinken, steigen die Preise für neue Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser mit einem Plus von 0,42 Prozent weiter an. Insgesamt sehen wir leicht steigende Zinsen und enormen Druck auf den Mietmarkt, während die Nachfrage nach Eigentum auch im neuen Jahr 2026 weiter hoch bleibt. Es liegt an der Politik, dem Sorge zu tragen – wir plädieren weiterhin für die Abschaffung der Grund­er­werb­steuer für den Ersterwerb.”

Stefan Münter

Co-CEO und Vorstand

Europace AG

Kaufpreise erreichen Winter­plateau – Mietdruck hält zum Jahres­wechsel an
Nach der deutlichen Erholung im Jahr 2025 verharren die Preise im Dezember noch in der Frost­starre. Das zeigt die aktuelle Markt­analyse der VALUE AG für den Monat Dezember.

Monats­zahlen: Seitwärts­be­wegung zum Jahres­ab­schluss
Die Angebots­preise für Eigen­tums­woh­nungen im Bestand verteu­erten sich im Dezember nur noch marginal um 0,1 Prozent. Bei den Ein- und Zweifa­mi­li­en­häusern war ein leichter Rückgang von ‑0,1 Prozent zu verzeichnen. Im Gegensatz dazu stiegen die Mieten im Monats­ver­gleich erneut um 0,2 Prozent.

Quartals­sicht: Häuser­markt mit stärkstem Zuwachs
Trotz des ruhigen Dezembers schließt das vierte Quartal 2025 insgesamt positiv ab. Die exklu­siven Zahlen der VALUE Data Insights zeigen für Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser ein Quartalsplus von +0,8 Prozent. Eigen­tums­woh­nungen legten im gleichen Zeitraum um +0,3 Prozent zu. Der Mietmarkt unter­streicht seine Sonder­rolle mit einem deutlichen Zuwachs von +1,04 Prozent gegenüber dem dritten Quartal.

Jahres­bilanz: Deutliches Plus im Vorjah­res­ver­gleich
Im Vergleich zum Vorjah­res­quartal (Q4 2024) wird das Ausmaß der Markt­er­holung deutlich: Eigen­tums­woh­nungen verteu­erten sich ebenso wie Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser um +4,4 Prozent. Mietwoh­nungen legten im Vorjah­res­ver­gleich um +4,2 Prozent zu.

„Hinter uns liegt ein Jahr der Konso­li­dierung, in dem die Immobi­li­en­preise ihr Tief endgültig durch­schritten haben“, erklärt Sebastian Hein, Director bei der VALUE AG. „Die aktuelle Seitwärts­be­wegung im Dezember ist kein Vorbote neuer­licher Abschläge, sondern ein kurzfris­tiges Einpendeln auf dem neuen Preis­niveau. Die Jahres­bilanz von plus 4,4 Prozent bei Wohnim­mo­bilien zeigt, dass der Markt die Zinswende erfolg­reich verdaut hat. Für das folgende Jahr dürfte sich der Trend trotz der wirtschaft­lichen Rahmen­be­din­gungen fortsetzen, selbst wenn die Zinsen leicht steigen“, ergänzt Hein.

Mietmarkt bleibt unter Hochdruck
Kritisch bleibt die anhal­tende Dynamik bei den Angebots­mieten: „Während sich die Kaufpreise im vierten Quartal beruhigt haben, ziehen die Mieten weiterhin deutlich an. Die Diskrepanz zwischen stagnie­rendem Neubau und ungebro­chener Nachfrage sorgt dafür, dass Wohnen stetig teurer wird. Der Mietmarkt ist schlicht leergefegt. Das erhöht den Druck auf den Selbst­nut­zer­markt im Jahr 2026 massiv“, so Hein weiter.

Über die VALUE Data Insights: Die exklu­siven Quartals­daten der VALUE AG bieten einen tiefen Einblick in die Angebots­ent­wicklung des deutschen Immobi­li­en­marktes. Die vollständige Analyse zum vierten Quartal 2025 erscheint in Kürze in den VALUE Data Insights unter www.value-marktdaten.de/aktuelles/.

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