EPX 1/26: Immobi­li­en­preise geben im Januar leicht nach

Published On: 9. Februar 2026|Categories: Daten|

Berlin, 9. Februar 2026 – Der Europace Hauspreis­index (EPX) verzeichnet für den Januar 2026 leicht nachge­bende Immobi­li­en­preise in allen Segmenten. Mit einem Minus von 0,46 Prozent sinken im ersten Monat des Jahres 2026 vor allem die Preise für neue Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser.

Die Preise für Eigen­tums­woh­nungen verhalten sich im Januar 2026 bei einer Entwicklung von ‑0,1 Prozent stabil. Der Index fällt minimal auf 217,35 Punkte. Im Vorjah­res­ver­gleich stiegen die Preise um 0,91 Prozent.

Im Januar fallen die Preise für neue Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser erstmals seit fünf Monaten: Die Baupreise geben um 0,46 Prozent nach und der Index sinkt auf 242,16 Punkte. Im Vorjah­res­ver­gleich stiegen die Baupreise um 2,12 Prozent.

Im Segment der bestehenden Ein- und Zweifa­mi­li­en­häuser gehen die Preise leicht zurück: Mit einem Minus von 0,33 Prozent sinkt der Index auf 200,82 Punkte. Innerhalb der letzten zwölf Monate erhöhten sich die Preise um 1,35 Prozent.

Der Gesamt­index zeigt sich mit ‑0,27 Prozent stabil und landet zu Jahres­beginn bei 220,11 Punkten. Im Vorjah­res­ver­gleich wuchsen die Preise um 1,48 Prozent.

Europace EPX: Preise für Neubauten fallen am stärksten

„In den jüngsten Daten des Europace Hauspreis­index sehen wir nach einem moderaten Jahresende zunächst eine leichte Abschwä­chung der Kaufpreise. Besonders dynamisch entwi­ckelt sich weiterhin der Mietmarkt. Die Angebots­mieten sind zum Jahres­beginn um rund 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Diese Entwicklung erhöht den wirtschaft­lichen Druck auf viele Haushalte spürbar und verschiebt die Abwägung zunehmend in Richtung Eigentum. Für den weiteren Jahres­verlauf gehen wir jedoch nicht davon aus, dass die Immobi­li­en­preisen weiter sinken. Der Spielraum zwischen Angebots­preisen und tatsäch­lichen Kaufpreisen dürfte sich weiter verringern, da Immobi­li­en­preise zunehmend unemp­find­licher gegenüber Zinsbe­we­gungen werden. Für Kaufin­ter­es­sierte bedeutet das: Das Markt­umfeld ist anspruchsvoll, aber berechen­barer geworden. Wer langfristig plant und über Finan­zie­rungs­si­cherheit verfügt, sollte nicht darauf setzen, dass aktuelle Preis­nach­lässe von Dauer sind und den Immobi­li­enkauf jetzt aktiv angehen.“

Stefan Münter

Co-CEO und Vorstand

Europace AG

Angebots­kauf­preise steigen unbeirrt, Mieten steigen deutlich, Spread nicht von Dauer
Nach dem moderaten Dezember beginnen die Angebots­preise zum Jahres­start 2026 wieder zu steigen. Das zeigt die aktuelle Markt­analyse der VALUE AG für den Monat Januar. Während die Trans­ak­ti­ons­zahlen im Januar leichte Rückgänge verzeich­neten, steigen die Angebots­kauf­preise unbeirrt weiter. Wohnungen verteu­erten sich um 0,2 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent) und Hauspreise um 0,34 Prozent (Vorjahr: 3,8 Prozent). Die Angebots­mieten starten mit einer Steigerung von 0,73 Prozent im Vergleich zum Vormonat förmlich mit Vollgas in das neue Jahr.

Der aktuelle Preis-Check zeigt: Während die Kaufpreise nur leicht steigen, schießen die Mieten mit +0,73 Prozent im Monat förmlich durch die Decke“, kommen­tiert Sebastian Hein, Director bei der VALUE AG, die aktuellen Markt­daten. „Wer jetzt noch zögert, muss wissen: Der aktuelle Spread – also die Lücke zwischen Wunsch­preis und Abschluss – wird nicht ewig offen bleiben. Wir sehen bereits, dass die Preise unemp­find­licher gegenüber den Zinsen werden. Die Leute wollen und müssen wohnen, und die explo­die­renden Mieten treiben sie förmlich ins Eigentum. Daher erwarten wir für 2026 weiterhin steigende Preise“, ergänzt er.

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