EPX 9/26: Bestandspreise fallen, Neubau teurer denn je

Berlin, 08. Oktober 2026 – Die Preise für Eigentumswohnungen und bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser geben im September nach. Die Preise für Neubauten steigen derweil weiter und erreichen mit 245,80 Punkten im Index einen neuen Höchststand.
Der deutsche Immobilienmarkt zeigt sich im September uneinheitlich. Der Gesamtindex sinkt um 0,35 Prozent auf 221,77 Punkte. Im Jahresvergleich liegt er 0,84 Prozent im Plus.
Bei Eigentumswohnungen geht der Index um 0,66 Prozent auf 218,39 Punkte zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat liegen die Preise 0,53 Prozent niedriger.
Auch bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern sinken die Preise. Der Index gibt im September um 0,69 Prozent auf 201,12 Punkte nach. Im Jahresvergleich liegen Bestandshäuser 0,12 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser steigen im September um 0,22 Prozent auf 245,80 Punkte. Damit erreicht der Neubau einen neuen Höchststand. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Preise 2,92 Prozent höher.


„Der September zeigt keinen einheitlichen Markt, sondern ein Zugangsproblem: Neubau wird für viele Haushalte immer schwerer finanzierbar. Im Bestand geben die Kaufpreise leicht nach, doch daraus entsteht noch keine echte Erschwinglichkeit – Zinsen, Erwerbsnebenkosten und oft auch Sanierungsbedarf bleiben die entscheidenden Hürden. Wer Wohneigentum breiter ermöglichen will, muss den Ersterwerb entlasten.”
Stefan Münter
Co-CEO und Vorstand
Europace AG

Transaktionspreise reagieren auf steigende Zinsen, Angebotspreise bleiben stehen
Die Schere zwischen Angebot und Abschluss öffnet sich wieder: Während die Transaktionspreise im September sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Bestandshäusern nachgaben, bewegen sich die Angebotspreise kaum. Häuser legen weiter leicht zu, Eigentumswohnungen geben zum vierten Mal in Folge nach – ihre Jahresrate ist auf 0,3 Prozent geschrumpft. Dies zeigt die aktuelle Analyse der VALUE AG.
Häuser: Die Angebotspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser steigen im September um 0,17 Prozent gegenüber dem Vormonat. Seit April legt das Segment jeden Monat leicht zu; im Vorjahresvergleich stehen +1,9 Prozent.
Eigentumswohnungen: Die Angebotspreise für Wohnungen geben um 0,32 Prozent gegenüber August nach – der vierte Rückgang in Folge, jeweils um rund ein Drittel Prozent. Die Jahresrate liegt nur noch bei +0,3 Prozent, dem schwächsten Wert seit Ende 2024; zu Jahresbeginn waren es noch gut fünf Prozent.
Mieten: Die Angebotsmieten bewegten sich im September seitwärts. Im dritten Quartal liegen sie knapp vier Prozent über dem Vorjahr und steigen damit weiter deutlich stärker als die Kaufpreise; über den Sommer hat sich der Anstieg aber spürbar abgeflacht.
„Mit Bauzinsen von wieder über vier Prozent geben die Preise bei den Abschlüssen bereits nach“, erklärt Sebastian Hein, Direktor Marktdaten bei der VALUE AG. „Die Verkäufer halten dagegen an den Preisen des Frühjahrs fest. Die Schere zwischen Angebot und Abschluss öffnet sich wieder.“
Die neuen Value Data Insights zum Q3 liegen bereits vor. Über die VALUE Data Insights: Die exklusiven Quartalsdaten der VALUE AG bieten einen tiefen Einblick in die Angebotsentwicklung des deutschen Immobilienmarktes. Alle Analysen unter www.value-marktdaten.de/aktuelles/.
