Stabile Dynamik, knappe Angebote – und ein klarer Trend Richtung Eigentum

Europace Co-CEO und Vorstand Stefan Münter
Warum 2026 zum entscheidenden Jahr für Käufer, Banken und Beratende wird
Ein Beitrag von Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand, Europace AG
Zuerst erschienen in Der Bank Blog
Der deutsche Immobilienmarkt geht mit kräftigem Schwung in das Jahr 2026. Die Erholung, die 2024 einsetzte und 2025 sichtbar an Breite gewann, hat sich verfestigt – und sie ist belastbar. Das bestätigen nicht nur Marktdaten, sondern vor allem die Entwicklung beim Finanzierungsvolumen. Nach rund 235 Milliarden Euro im Jahr 2025 wird der Markt 2026 auf deutlich über 250 Milliarden wachsen, ein moderater, aber stabiler Anstieg, der von strukturellen Kräften getragen wird.
Während die Boomjahre 2020/2021 mit ihren Rekordvolumina von 284 Milliarden Euro noch außer Reichweite bleiben, zeigt die langfristige Projektion eine klare Linie: Bis 2030 könnte das jährliche Neugeschäft die Marke von 400 Milliarden Euro überschreiten – getrieben durch Modernisierungsbedarf, Anschlussfinanzierungen, steigende Kaufpreise im Bestand und Bevölkerungswachstum. Das Momentum kehrt zurück.
Knapper Neubau – steigender Druck
Die zentrale Herausforderung bleibt der Neubau. Trotz steigender Baugenehmigungen hinkt die Fertigstellung deutlich hinterher. 2026 werden erneut weniger neue Wohnungen auf den Markt kommen als im Vorjahr. Das verschärft den Engpass in den Städten – und betrifft Banken und Finanzierer direkt. Denn mehr Nachfrage trifft auf ein Marktsegment, das kaum zusätzliche Objekte liefern kann.
Das Ergebnis ist klar: Die Mieten werden weiter steigen. Bereits 2025 lag der Anstieg vielerorts bei 5–6 Prozent pro Jahr. In Verbindung mit wachsenden Einkommen wird Wohneigentum zur Alternative – nicht nur emotional, sondern zunehmend aus nüchternen finanziellen Motiven.
Vom Käufer- wieder zum Verkäufermarkt: Die Trendwende ist abgeschlossen
Dass sich der Markt in Richtung Verkäufer verschoben hat, ist längst kein Eindruck mehr, sondern durch Daten belegt. Die Preissenkungen zwischen Angebots- und Transaktionspreis sind auf rund drei Prozent geschrumpft – bei gleichzeitig steigenden Transaktionszahlen. In guten Lagen existieren kaum noch Rabatte; einzig energetisch schwache Bestände müssen weiterhin merkliche Abschläge hinnehmen.
Für Käufer bedeutet das: Wer ein passendes Objekt findet, sollte es nicht zu lange prüfen oder auf fallende Preise spekulieren. Der Markt wird sich in den kommenden Jahren weiter verengen. Eine Entspannung ist erst dann realistisch, wenn der Mietanstieg gebremst wird – doch dafür fehlt es aktuell an politischen Initiativen. Statt Mietregulierung wäre eine Förderung des Eigentumserwerbs und vor allem des Neubaus wesentlich effektiver.
Junge Käufer:innen drängen in den Markt
Eine der auffälligsten Entwicklungen der letzten Jahre ist die steigende Bedeutung junger Käufer. Der Anteil der 26- bis 34-Jährigen an den Erstfinanzierungen ist zwischen 2020 und 2025 von 12 auf 29 Prozent gestiegen; auch die Gruppe der 18- bis 25-Jährigen wächst kontinuierlich.

Europace AG: Altersverteilung der Käufergruppen
Diese Käufergruppen reagieren weniger sensibel auf Zinsniveaus, sondern auf Mietkosten, Lebensphasen und dem Wunsch nach Planungssicherheit. Für Banken und Vermittler eröffnet das Potenzial – vorausgesetzt, ihre Beratungsprozesse sind digital, schnell und transparent.
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