Remote-Work — every­thing is possible

Published On: 26. September 2019|Categories: Tech|
Das schafft mir Flexi­bi­lität und somit auch eine enorme Motivation für meine Arbeit.

Seit Juni 2018 bin ich Software­ent­wick­lerin in der PrivatKreditUnit von Europace.

Nach ein paar Jahren England­auf­enthalt bin ich 2018 zurück­ge­kommen. Da ich aus privaten Gründen regel­mäßig in England sein wollte, war für mich wichtig, flexibel zu Hause oder im Büro arbeiten zu können.

Da war die PKU von Europace perfekt für mich. Hier wurde mir gesagt, dass es super flexibel ist und ich im Prinzip so oft und so lange von zu Hause arbeiten kann, wie ich will. Einige Kollegen arbeiten komplett von zu Hause und sind nur ein paar mal im Jahr im Office. Andere arbeiten regel­mäßig 1–2 Tage in der Woche remote und wieder andere machen das ad-hoc.

Bei meiner alten Firma wurde mir am Anfang gesagt, dass Remote-Work möglich ist, aber letzt­endlich waren immer alle genervt, wenn ich mal einen Freitag und Montag von Berlin aus arbeiten wollte.

Dadurch habe ich mit gemischten Gefühlen bei der PKU angefangen. Doch es wurde gehalten, was versprochen war. Es ist ein etablierter Prozess, remote arbei­tende Kollegen über Slack anzuschreiben oder auch anzurufen, wenn es etwas gibt, bei dem ein kurzes Gespräch oder ein screen sharing mehr Sinn machen würde. Zusätzlich ist es ganz normal einen Slack-Call für Meetings aufzu­machen: Von kleinen Feature-Bespre­chungen bis hin zum PKU All-Hands Meeting, bei dem die ganze Unit zusammen kommt. Auch unser Feedback-Prozess — Tratschen in Anwesenheit — wird ab und zu remote durch­ge­führt.

Das schafft mir Flexi­bi­lität und somit auch eine enorme Motivation für meine Arbeit.

  • Wenn ich etwas Ruhe brauche oder ich mich nicht ganz fit fühle und sicher­heits­halber eine Anste­ckung vermeiden will, kann ich von zu Hause aus arbeiten — einfach und unkom­pli­ziert. Ich muss mir nicht frei nehmen, wenn mal der Handwerker kommt oder Behörden- bzw. Arzttermine anstehen, sondern kann dann auch mal von zu Hause arbeiten und dadurch Dinge in der Mittags­pause oder in der Zeit, die ich norma­ler­weise für das Pendeln verbrauchen würde, erledigen.
  • Ich kann morgens früh von zu Hause arbeiten und dann zur Arbeit fahren, wenn die Bahnen bzw. Straßen etwas leerer sind, ohne dann aber bis in die Nacht arbeiten zu müssen. Das Gleiche gilt für den Nachmittag, an dem man von der Arbeit früher gehen kann, um dem Berufs­verkehr aus dem Weg zu gehen.
  • Ich kann von 2 Orten (Berlin/England) aus arbeiten, ohne für die Zeit im Ausland immer Urlaub nehmen zu müssen.

Zusam­men­ge­fasst bedeutet das für mich: Ich kann jetzt viele Situa­tionen, die ich in anderen Firmen in der Regel mit Urlaub abdecken musste, mit Remote-Work lösen, und dadurch den Urlaub komplett zur Erholung verwenden.

Natürlich gibt es wie bei Allem auch Hinder­nisse.

  • On-site colla­bo­ration ist dynami­scher und ermög­licht leichtere Inter­aktion, wenn zB. mit Post-its und co ein workshop veran­staltet wird.
  • Ein verstreutes Team heißt außerdem wenige Möglich­keiten zum Socia­lizing.
  • Zudem gibt es technische Hürden, wie eine schlechte Inter­net­ver­bindung oder manchmal ein VPN, das noch nicht alles tunnelt, was ich zum Arbeiten brauche.
  • Auch kann die Zeitver­schiebung manchmal ein Problem verur­sachen. Zwischen England und Deutschland sind es 1 Stunde Zeitver­schiebung, das bedeutet aber auch, dass ich um 13 Uhr deutscher Zeit Mittag esse, also dadurch ein Loch von 2 Stunden in der Mitte des Tages existiert — zusätzlich zu den unter­schied­lichen Start- / Feier­abend­zeiten.

Diese ‘Nachteile’ lassen sich aller­dings gut lösen.

  • Bei den Workshops — wie zB. einer Retro­spektive — wird immer mehr mit Webcam und Fotodo­ku­men­tation gearbeitet. Dadurch bekommen die Remote-Teilnehmer das Gefühl dabei zu sein, sehen alle Kollegen im Raum und können auch die Post-its auf dem White­board lesen. Auch werden oft schon vor dem Meeting Fragen gestellt, sodass die Remote-Teilnehmer vorab antworten können und der Moderator die Antworten auf Post-its übertragen kann.
  • Auch Socia­lizing ist möglich. In der PKU werden regel­mäßig Team-Events veran­staltet, zu dem die gesamte Unit — inklusive aller Remote-Kollegen — einge­laden wird. Diese Events erstrecken sich über 1–2 Tage und ermög­lichen persön­lichen Austausch aller Kollegen unter­ein­ander.
  • Technische Hürden lassen sich meist schwie­riger lösen. Dennoch ist es möglich entweder das WLAN zu verbessern, oder auch auf LAN-Verbin­­dungen zurück zu greifen. Beim VPN kann auch Rücksprache mit dem dazuge­hö­rigen Team gehalten und dadurch der Umfang des VPNs erweitert werden. Unsere zustän­digen Kollegen sind da sehr hinterher, die benötigten Zugänge auch schnell freizu­schalten.
  • Tja die Zeitzonen kann man nicht weg-optimieren… Aber man kann sich als Remote-Kollege anpassen. Man kann zB. etwas früher anfangen zu arbeiten und dann auch um 11 schon eine Pause einlegen um zB. einen Spaziergang zu machen. Dadurch wird zur Mittagszeit nur eine kurze Zeit zum Essen benötigt und somit das ‘Loch’ zur Mittagszeit verringert.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich Remote-Work — wie sie bei Europace im Allge­meinen und bei der PKU im Spezi­ellen ermög­licht und gelebt wird — wirklich toll finde. Es erlaubt Flexi­bi­lität und gibt dem Mitar­beiter eine Menge Freiraum und Vertrauen. Dies bekommt der Arbeit­geber durch einen erholten und motivierten Mitar­beiter zurück. Es ist also eine klare WIN-WIN Situation.

Meiner Meinung nach sollte Remote-Work und flexibles Arbeiten viel mehr gelebt werden. Denn welcher Arbeit­geber wünscht sich nicht hochmo­ti­vierte Mitar­beiter ;)

Written by Ruth Bassendale Developer @ Europace